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Weihrauch-Saunaaufguss selber machen: Anleitung mit Weihrauchharz

Ein Saunaaufguss mit Weihrauch verbindet warmen Wasserdampf mit dem charakteristisch harzig-balsamischen Duft des Naturharzes. Statt fertiges Duftöl zu verwenden, lässt sich aus reinem Weihrauchharz ein aromatisches Weihrauchwasser herstellen. Dieses dient anschließend als Konzentrat und wird für den eigentlichen Aufguss noch einmal mit Wasser verdünnt.

Wichtig: Selbst hergestelltes Weihrauchwasser ist kein geprüftes Sauna-Aufgussmittel. Verwende es auf Saunasteinen nur, wenn der Hersteller deines Saunaofens natürliche Zusätze ausdrücklich erlaubt. In öffentlichen Saunen entscheidet ausschließlich das zuständige Personal über die verwendeten Aufgussmittel.

Was du für den Weihrauch-Saunaaufguss brauchst

  • 1 Liter Wasser
  • etwa 1 Teelöffel naturreines, unbeduftetes Weihrauchharz
  • einen Topf mit Deckel
  • ein sehr feines Sieb sowie zusätzlich ein sauberes Baumwolltuch oder einen Kaffeefilter
  • eine saubere, verschließbare Glasflasche

Die genaue Duftintensität hängt stark von der verwendeten Weihrauchsorte ab. Beginne daher lieber mit einer kleinen Menge Harz. Ein milder Ansatz lässt sich später leichter dosieren als ein sehr kräftiges Konzentrat.

Weihrauchwasser für die Sauna selber machen

  1. Weihrauch vorbereiten: Zerkleinere größere Harzstücke leicht mit einem Mörser. Das Harz muss nicht zu Pulver gemahlen werden.
  2. Mit Wasser ansetzen: Gib den Weihrauch zusammen mit einem Liter Wasser in einen Topf und erhitze die Mischung langsam.
  3. Sanft auskochen: Lasse das Weihrauchwasser ungefähr eine Stunde bei kleiner Hitze und mit aufgelegtem Deckel sanft köcheln. Es sollte nicht stark sprudelnd kochen. Falls viel Wasser verdampft, kannst du etwas Wasser nachfüllen.
  4. Abkühlen lassen: Nimm den Topf vom Herd und lasse den Ansatz vollständig abkühlen.
  5. Sehr fein filtern: Gieße die Flüssigkeit zuerst durch ein feines Sieb und anschließend durch ein Baumwolltuch oder einen Kaffeefilter. Im fertigen Weihrauchwasser sollten keine sichtbaren Harzstücke oder Schwebstoffe verbleiben.
  6. Sauber abfüllen: Fülle das Konzentrat in eine gereinigte Glasflasche und bewahre es gut verschlossen und kühl auf. Da es keine Konservierungsstoffe enthält, sollte es möglichst frisch verwendet werden. Bei verändertem Geruch, Trübung oder Schimmel wird es entsorgt.

So wird das Konzentrat verdünnt

Das ausgekochte Weihrauchwasser wird nicht unverdünnt über die Saunasteine gegeben. Für den Anfang empfehlen sich folgende Mischungen:

  • Mild – 1:10: 1 Teil Weihrauchwasser mit 10 Teilen frischem Wasser mischen, zum Beispiel 50 ml Konzentrat mit 500 ml Wasser.
  • Kräftiger – 1:5: 1 Teil Weihrauchwasser mit 5 Teilen frischem Wasser mischen, zum Beispiel 100 ml Konzentrat mit 500 ml Wasser.

Teste zunächst die mildere Mischung. Weihrauchsorten unterscheiden sich deutlich in ihrer Duftintensität, und der Duft wirkt im heißen Saunaraum stärker als in der Flasche.

Wichtige Hinweise für einen sicheren Aufguss

  • Prüfe immer zuerst die Bedienungsanleitung des Saunaofens. Viele Hersteller erlauben ausschließlich klares Wasser oder speziell für die Sauna entwickelte Duftmittel.
  • Gib niemals ganze Harzstücke, Harzreste oder unverdünntes Konzentrat auf die heißen Steine.
  • Verwende nur reines, naturbelassenes Weihrauchharz ohne Parfüm, Farbstoffe oder weitere Zusätze.
  • Beginne mit einer kleinen Aufgussmenge und lüfte die Sauna anschließend gut.
  • Beende den Aufguss bei Husten, Reizung, Kopfschmerzen oder Unwohlsein sofort.
  • Menschen mit empfindlichen Atemwegen, Asthma oder Duftstoffallergien sollten vor der Anwendung ärztlichen Rat einholen.

Warum bleibt nach dem Kochen Harz zurück?

Weihrauch ist ein natürliches Gummiharz. Einige Bestandteile gehen beim längeren Erhitzen in das Wasser über, andere Harzbestandteile sind kaum wasserlöslich. Deshalb löst sich der Weihrauch nicht vollständig auf. Das sorgfältige Filtern ist besonders wichtig, damit keine klebrigen Rückstände auf den Saunasteinen oder im Saunaofen landen.

Welcher Weihrauch eignet sich?

Verwende ausschließlich naturreinen Weihrauch mit nachvollziehbarer Herkunft. Unterschiedliche Boswellia-Arten besitzen jeweils ein eigenes Duftprofil – von frisch-zitrisch bis warm, erdig und balsamisch. Für einen ersten Versuch eignet sich eine milde, saubere Qualität ohne zusätzliche Räuchermischungen.

Mehr über die klassische Verwendung des Harzes erfährst du in unserem Ratgeber Weihrauch richtig räuchern. Naturreine Weihrauchsorten findest du außerdem in unserer Weihrauchwelt.

Fazit: Weihrauchduft in der Sauna bewusst genießen

Mit Wasser, naturreinem Weihrauch und etwas Zeit lässt sich ein aromatisches Konzentrat für die Sauna herstellen. Entscheidend sind eine milde Dosierung, eine sehr feine Filterung und die Freigabe durch den Hersteller des Saunaofens. So bleibt der harzig-warme Duft im Mittelpunkt, ohne den Aufguss unnötig zu überladen.

Quellen und weiterführende Hinweise

Hinweise zum Schutz von Saunaofen und Saunasteinen findest du beim Saunahersteller Harvia. Orientierung zur Qualität und sicheren Dosierung von Aufgussmitteln bietet außerdem der Deutsche Sauna-Bund.

Hinweis: Dieser Beitrag beschreibt eine Duftanwendung und ersetzt keine medizinische Beratung. Mit dem Weihrauch-Saunaaufguss sind keine Heilversprechen verbunden.

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